Tagesspiegel online mit dünner Haut
16. Juni 2007 - am frühen Abend
Gute Güte, wie unprofessionell ist das denn?
Da schreibt Eric Eggert in seinem Blog yatil.de etwas über den neuen Webauftritt des Tagesspiegels und kritisiert dort - zum Teil vollkommen zu recht - Technik, Ladezeit und Design. Die Sache ist eigentlich keiner besonderen Erwähnung mehr wert, Eric hat seine Kritik sachlich zum Ausdruck gebracht und gute Argumente geliefert, die auch von den Tagesspiegel Leuten wahrgenommen wurden. Wer aber nun davon ausgeht, dass man sich Erics Argumente anschaut, überlegt ob man tatsächlich etwas verbessern kann, sich per Weblog-Kommentar in Erics Blog erklärt, eine fachliche Diskussion führt oder sich beim Autor sogar für den ein oder anderen Hinweis bedankt, liegt falsch.
Thomas Zydec, zuständig für die Gesamtleitung! bei tagesspiegel.de nimmts persönlich, durchsucht Erics Blog nach Fehlern, findet auch einen und entblödet sich dann tatsächlich, nach dem Motto “Bähbähbäh, du aber auch”, einen Fehler auf der Seite als Screenshot zu verlinken und in Erics Blog zu kommentieren. Ach Gottchen, toll. Also dann ist ja beim Tagesspiegel alles OK, andere machen auch Fehler.
Aber das wars noch nicht. Desweiteren schreibt er in seinem Kommentar:
das kleinliche gemecker sei gegönnt, wenn man keine größeren projekte als die eigene hp kennt…
Statt nur in einem Satz auf die Kritik einzugehen, greift er Eric persönlich an, als ob es irgendeine Rolle spielt, ob man für den eigenen Kegelverein oder für einen multinationalen Mischkonzern Websites produziert - wichtig ist doch nur, ob die Kritik Hand und Fuß hat, gleich von welcher Seite sie kommt.
Sorry Herr Zydec, das war ganz, ganz arm. Allein der Blick auf die Uhrzeit des Kommentars erzeugt bei mir etwas Verständnis für einen solchen Ausfall: Um 1:33 Uhr hab ich auch schon mal ein Glas Wein oder Bier zu viel auf, aber dann verkneif ich mir doch das Bloggen und Kommentieren.
16. Juni 2007 um 21:32
[…] [via billyblog] […]
17. Juni 2007 um 23:33
Naja, es war eben schon eine anstrengende Zeit, der Relaunch. Da ist es doch verständlich, wenn man etwas empfindlich reagiert, oder? Und es ist natürlich egal, ob es die eigene HP oder die eines Mischkonzerns ist. Die Komplexität ist entscheidend. Und die ist bei einem technischen Großprojekt wie der Tagesspiegel-Website nicht immer ganz einfach, alleine schon, weil drei verschiedene örtliche Stellen programmieren, etc. pp. Das Netz ist an schlankeren Enden oft schneller und eleganter, ist eben so.
Dass die Trackbacks beim Innenansichten-Tagesspiegel-Blog nicht richtig angezeigt werden, da setzen wir uns übrigens ran. Kommt auf die To-Do-Liste. Warten aber noch einige andere Punkte vorher.
18. Juni 2007 um 16:05
Klar ist schon richtig, dass man bei Stress mal daneben liegen kann.
Hätte ich nur so in der Art nicht erwartet (und das dann gleich zweimal hintereinander) bei jemandem bei dem “Gesamtleitung” auf der Karte steht.
Aber sei’s drum, die Kirche bleibt im Dorf und wie du ja (glaube ich) schon selbst geschrieben hast: Relaunch ist immer.