Meine Meinung …
5. Juni 2007 - am frühen Nachmittag
… zur aktuellen Twitter Diskussion “Ist es besser einen Link direkt in Twitter zu posten als zunächst auf das eigenen Blog zu verweisen?”
Simplify the web
3. Juni 2007 - am Mittag

Neulich erzählte mir ein Freund von einem seiner Kunden der, wenn er die eigene Website aufrufen möchte, seine komplette URL immer zunächst in Google eingibt, sucht und dann über denn ausgeworfenen Link auf die eigene Seite springt. Darüber kann man sich natürlich lustig machen und so was als Einzelfall abtun - glaube ich aber nicht.
Mit einem Bekannten habe ich mich vor kurzem beiläufig über das Berliner Stadtblog “Hauptstadtblog” unterhalten. Zwei Tage später bekomme ich eine E-Mail mit der Bitte: Kannst du mir mal die Webadresse des Hauptstadtblogs mailen? Die URL lautet ganz einfach www.hauptstadtblog.de und wenn man Hauptstadtblog in Google sucht wird auch genau diese URL auf Platz 1 gelistet. Die E-Mail an mich schien aber für ihn die deutlich einfachere Lösung zu sein an die Domain zu kommen.
Weder beim ersten noch beim zweiten Beispiel handelt es sich um zurückgebliebene Hinterwäldler und – auch ganz wichtig – keinesfalls um Angehörige einer Generation 50+, auf die ja so gerne das Problem fehlender Internet-Kompetenz reduziert wird. Startet doch einfach mal schnell eine kleine Wissensumfrage im Bekanntenkreis bei Leuten, die beruflich nichts mit dem Internet zu tun haben. Man bemerkt dann schnell: Internetwissen beschränkt sich auch 2007 bei vielen erst einmal auf eBay, eMule und ein geeignetes Brennprogramm.
Web 2.0 - Die Omas schlagen zurück
7. Mai 2007 - am späten Abend
Nachdem ich dank Thomas Knüwers ausgezeichnetem Beitrag weiss, wie tief verwurzelt unsere Politiker und Gesetzgeber mit dem Internet sind ist mir vollkommen klar, wie es zu diesem neuen Hirnfurz kommen konnte, der heute vom Landgericht Hamburg aus in meine Nase gedrungen ist: Foren sind journalistisch-redaktionell gestaltete Angebote und daher gilt für sie eine uneingeschränkte Haftung für den Betreiber!
Das bedeutet: Der Forenbetreiber (und sicherlich dann auch der Blogger) ist für jeden einzelnen Beitrag verantwortlich. Pauschale Distanzierung im Impressum nutzen genauso wenig wie die Entschuldigung, dass man als Forenbetreiber nichts von den Einträgen wusste. Schuldig ist man allein schon deshalb, weil man den Internetdienst bereitstellt. Was kann man also als Forenbetreiber dagegen unternehmen um nicht ständig mit einem Bein im Gefängnis zu stehen, falls mal irgendein Idiot um 2:34h mitten in der Nacht einen volksverhetzenden oder besonders beleidigenden Eintrag vornimmt? Ganz einfach: sich jeden Eintrag vor der Veröffentlichung von seiner Sekretärin vorlegen lassen, bevor man ihn manuell freigibt. Ganz so, wie es vermutlich auch unser Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Michael Glos täglich mit dem Internet im Allgemeinen handhabt. Direktes Online-stellen ade.
Tatsächlich scheint also das Web 2.0 aber auch das gesamte Internet nicht Oma-kompatibel zu sein. Nur dass die wirklichen Omas meist Opas sind und in Gerichten und Parteien sitzen. Liebe Leute, gegen so einen Unsinn muss etwas getan werden. Ahnungslose Geister die sich das Internet von anderen erzählen lassen dürfen keine Gesetze darüber erlassen. Deshalb bitte auch ich um weitere Blogeinträge zu diesem Thema.
Zum Abschluss, quasi als Sahnehäubchen hier noch der Urteilstext.
Blogging Software Stöckchen
29. April 2007 - am Abend

Vom Admartinator erreichte mich mitten im Saison-Angrillen ein Stöckchen bei dem es darum geht welche Software man zum Bloggen benutzt. Als habe ich die Grillzange erst einmal zur Seite gelegt und mich ans MacBook gesetzt. Hier meine Liste:
- Für die Recherche selbst natürlich Google und ab und an das Wikipedia Widget. Als Nachrichtenzentrale nutze ich NetNewsWire. Die Lizenz läuft halt noch, danach schaue ich mich aber wohl anderweitig um. In NetNewsWire habe ich im Moment ca. 100 Feeds abonniert - viel zu viele wie ich meine, aber ich mag mich von keinem trennen.
- Twitterrific als Horchrohr ins digitale Rauschen. Möchte ich - zumindest im Moment nicht mehr missen. Denn neben alltäglichen Belanglosigkeiten (gehört dazu, stört mich überhaupt nicht, gebe ich auch selbst von mir :)) erfährt man dort immer mal wieder spannende Neuigkeiten und geniale Tipps.
- Schnell mal ein paar Screenshot erstelle ich mit SnapNDrag. Kostet nichts und hat mit der Schubladenfunktion ein geniales Feature das ich regelmäßig nutze. Die Bilder weiterverarbeitet werden dann in…
- Na klar - Photoshop. Noch in der guten “alten” von Rosetta übersetzten CS2 Version, aber wenn man bei Twitter jeden Tag liest “Packe gerade meine CS3 Paket aus” oder “Ey, wie schnell ist denn jetzt Photoshop aufm Intel”, schaut man schon noch mal ins Portemonnaie.
- Für das Erstellen der Blogeinträge selbst (sind ja nicht so viele ;)) nutze ich WordPress oder (noch) ecto, mit dem ich aber leider überhaupt nicht mehr zufrieden bin. Da ist Veränderung angesagt.
- Mein Schraubenschlüssel und mein Pinsel sind TextMate & CSSEdit. Mittlerweile habe ich aber auch ein Auge auf Coda geworfen. Mal sehn…
- Zum Rüberkarren der Daten nutze ich dann natürlich Transmit, dass ja vielleicht bald durch Coda überflüssig wird. Verschenke ich dann :). Nachdem ich als Spielkind am Anfang besonders vom animierten LKW Widget begeistert war, schätze ich jetzt den einfachen Umgang damit und die arbeitserleichternden Funktionen.
Wie kanns in Zukunft gehen?
Ein paar Tage habe ich ja noch um die Coda Testversion auszuprobieren. Gefällt mir eigentlich ganz gut… Wirklich beurteilen kann ich das aber nur auf den ersten Blick, da mir im Moment die Zeit zum Testen fehlt. Aber in ein paar Tagen ist der Stress vorbei, dann check ich das noch mal genauer.
Bis dahin gebe ich das Stöckchen weiter an Eric bei dem man sich für sein “Stoppt Paranoia Schäuble” Engagement nur bedanken kann und Nero.
2 schöne WordPress Themes
27. April 2007 - am frühen Abend

Auf der Suche nach einem schönen WordPress Theme für ein neues aktuelles Weblog Projekt sind mir nach längerer Suche zwei von headsetoptions.org besonders positiv aufgefallen, die ich nicht vorentahlten möchte. Beide sind schön, schlicht, übersichtlich und lassen daher viel Spielraum für eigene Anpassungen. Die erste Überprüfung hat zwar ein paar kleine Fehlerchen ergeben, aber nichts was man nicht in den Griff bekommen kann. Daher meine Empfehlung:


Eine Auswahl weiterer netter Themes findet man bei kopfkribbeln. Alle 20 finde ich zwar nicht so toll, aber das ein oder andere ist schon schön anzusehen.
Auch die Deutsche Bahn twittert
22. April 2007 - am Mittag
Als alter Zugfahrer war ich wirklich erstaunt über den neuen Twitter Service der Deutschen Bahn. Bei der Online-Buchung des ICE Tickets Münster - Potsdam tauchte doch tatsächlich ein Twitter Symbol in der Buchungsbestätigung auf. Tooltip: “Twitter Informationskanal für diese Verbindung hinzufügen”.
Da war ich erstmal Baff – klasse Service, natürlich in jedem Fall hinzufügen. Kurze Zeit später trudelte schon die erste Info über twitteriffic ein: Mein Zug fährt vom Hauptbahnhof Münster um 6:34h von Gleis 4 Richtung Hamm los, von dort geht’s um 6:59h von Gleis 6 weiter. Wow – sehr angenehm, das blöde Gleisraussuchen auf dem Bahnsteig entfällt schon mal. Im Regionalexpress dann die nächste Info, diesmal direkt per SMS aufs Mobiltelefon: Wegen Umbauarbeiten fährt der ICE nicht wie geplant von Gleis 5 sondern von Gleis 6 los. Da sag noch mal einer was über die schlechte Informationspolitik bei der Bahn.
wamadu ist lesula
- kurz vor Mittag

Gestern im Briefkasten: Warensendung von wamadu, einem Twitter “ähnlichen” Dienst – um es mal vorsichtig auszudrücken. Darin enthalten: ein Feuerzeug und ein Kugelschreiber - kein Anschreiben, nichts. Einfach nur ein Feuerzeug und ein Kugelschreiber mit Aufdruck. Der Kugelschreiber schreibt OK. - kann man nicht meckern. Danke wamadu. Aber ein wenig uninspiriert finde ich eure Aktion schon. So was bekommt man doch schließlich von jedem Versicherungfuzzi ungefragt in die Hand gedrückt. Wenn es wenigstens schön gestaltete Badges gewesen wären, lustige Aufkleber, was weiß ich.
Ziel der Promoaktion? Man soll darüber bloggen, wamadu verlinken usw.? Uups O.K., da bin ich reingefallen. Aber das wäre auch anders gegangen: Mit IDEEN! Wahrscheinlich hat die Aktion euch ja ein paar Euros gekostet, aber die hättet ihr besser in drei Kisten Weizenbier und einem Brainstorming draußen in der Sonne investieren sollen. Denn dabei wäre dann vielleicht auch die ein oder andere Idee entstanden, was man bei wamadu besser, anders machen könnte als bei Twitter. Was Twitter Nutzer gerne hätten, aber nicht bekommen und weshalb sie mal bei euch vorbeischauen sollten. Darüber würden dann wirklich alle schreiben. Stattdessen Einheitsware, auch in der Promotion. Sorry Leute, das Bild was ihr da von euch gebt hat wirklich nicht viel mit innovativem Startup zu tun. Das ist lesula - leider super langweilig.
Twitter Hasser United
18. April 2007 - am frühen Abend
Da gibt es seit einer kurzen Weile wieder so ein Ding, was jeder, aber auch jeder Webdesigner, der sich wichtig machen will, in seinem Blog basht: Twitter. Das ist im Moment wohl mindestens ebenso on vogue wie das Hochjubeln. Auch wenn das bei manchen Kritikern Twitter-intern schon mal ganz ganz anders klingt. Aber da hat sich ja Kopfkribbeln bereits mit beschäftigt.
Das Twitter im Moment noch zu spielerisch und zum Teil auch sinnfrei genutzt wird, ist ja vielleicht sogar richtig – dafür ist es noch zu neu und zu unerfahren die Nutzer. Aber zumindest die Phantasie was aus Twitter mal werden kann, hätte ich den Kritikern schon zugetraut. Denn gute Gründe und Vorschläge für den sinnvollen Einsatz für Twitter wurden ja bereits vor längerem z. B. vom WebWorkBlogger oder Dean von pl0g genannt.
Ich selbst mache bei Twitter unter anderem auch deshalb mit, weil es mich einfach interessiert, was bestimmte Leute deren Blogs ich auch lese oder deren Arbeit ich schätze in ihrem Alltag so machen, mit welchen Themen sie sich beschäftigen, was Sie inspiriert und was Sie gerade in diesem Augenblick antreibt.
Am Rande mal einen ganz pragmatischen Tip, damit einem die Klo- und Popelmeldungen (macx) nicht weiter auf den Geist gehen müssen: Da steht bei Twitter rechts in der Box mit den vielen bunten Bildchen, etwas weiter unten immer “Remove”. Ja, damit kann man jemanden ganz einfach aus seiner Buddyliste entfernen und zack – bekommt man keine Updates mehr von dieser Person. So einfach ist das. Da lohnt sich dann das drüber Meckerbloggen doch kaum, oder?
Der Inhalt mancher Kritik an Twitter würde substanziell sehr wohl auch in eine 140 Zeichen Twitter Meldung passen: “Twitter? Bäh, machichnich!”. Mehr ist da oftmals nicht.
Ich meine – im Grunde genommen habt ihr alle natürlich vollkommen recht. Dieser neumodische Kram wird in Kürze wieder vom Erdboden verschwinden. So wie Feuer, feuchtes Klopapier, Email, Internet usw.
Aber bis dahin werde ich das wohl noch weiter gerne nutzen und beobachten wo es hingeht :)
Heute gelernt
13. April 2007 - am Abend

- Das Iberogast gegen Schlechtsein besser helfen soll als Kreislauftropfen (was ich bisher immer dachte). Berliner Apothekerin heute morgen
- Das der letzte Tag der maueste der drei re:publica Tage war und trotzdem noch in Ordnung ging.
- Das Verlage kein Geld haben. Mercedes Bunz vom Tagesspiegel online auf der re:publica
- Das manche Blogger sich wahnsinnig affektiert darüber aufregen können, wenn jemand der Blog statt das Blog sagt und trotzdem zustimmend nicken wenn andere anmerken, dass es immer noch viel zu viele Menschen in Deutschland gibt die kein Internet und keine E-mail Adresse haben und man genau dagegen was tun müsste. Typen eine Reihe hinter mir, re:publica - Stadtblogs und Bürgerjournalismus - Wunsch und Wirklichkeit
- Das es bei Starbucks Kaffee für ein kleines Vermögen gibt, der aber trotzdem ganz gut schmeckt. Starbucks, Hauptbahnhof Berlin
- Das es einem wirklich passieren kann am 13. April von Gleis 13 aus mit dem Zug los zu fahren.
- Das manches Bier von Fachleuten mit “Lichtgeschmack nach Stinktier” beschrieben wird. TAZ
- Das die Amerikaner im Irakkrieg von moralischen Gründen geleitet waren und der idealistische Gedanke dahinter stand, die Vorzüge der Demokratie in diesem Teil der Welt zu verbreiten. Bernard-Henry Lévy, Intellektueller, ebenfalls TAZ
Firefox del.icio.us Extension
7. April 2007 - am frühen Nachmittag

Na toll. Da habe ich mir vor zwei Tagen Pukka für Safari gekauft und jetzt gibt es diese wirklich komfortable Firefox Extension für del.icio.us. Ist die Extension erst einmal installiert muss man in 4 einfachen Steps nur noch seinen del.icio.us Account angeben und sich entscheiden, ob man gleich auch noch alle bestehenden Bookmarks von Firefox zu del.icio.us übertragen möchte - das wars.